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Katrin's Zeichenblog

Monat: Februar 2015

Radierer

Radierer können ein sehr wichtiges Hilfsmittel sein, einerseits kann man einige Fehler damit korrigieren andererseits kann man Radierer auch für das Erzeugen von Highlights gezielt einsetzen.
Hier möchte ich euch die Radierer vorstellen, die ich selber benutze:

 

  1. Staedtler Mars Plastic: für sehr grobe Korrekturen von Vorskizzen oder Linien, die mit einem harten Bleistift ohne Druck gezeichnet wurden. Auch für das Radieren von Rasterlinien gut geeignet. Hier sollte man allerdings darauf achten, dass bei der Benutzung von dünnem Papier es schnell Knicke geben kann
  2. Staedtler Mars Plastik Radierer in Stiftform: für feinere Korrekturen von Vorskizzen oder Linien, die mit einem harten Bleistift ohne Druck gezeichnet wurden. Auch für das Radieren von Rasterlinien gut geeignet. Auch hier besteht die Gefahr von Knicken im Papier.
  3. Faber Castell Perfection 7056 und 7058: für feine Korrekturen an „engen“ bzw. sensiblen Stellen. Bei dem roten Perfection Radierer (7056) musste ich allerdings schon feststellen, dass Rückstände, die man nicht sofort sieht, zurückbleiben können, sichtbar werden diese dann unter Umständen, wenn man leicht drüber wischt. Diesen Stift setze ich gerne für Highlights und Lichtreflexe in den Haaren ein, die nicht ganz so fein sein müssen.
    Der weiße Radierstift (5058) ist sehr hart und kann die Struktur des Papiers verändern, dafür bekommt man aber auch Buntstifte halbwegs wegradiert. Bei sensiblen Papiersorten wie das Hahnemühle Skizze Aniversary würde ich diesen Radierer jedoch nicht empfehlen.
  4. Tombow Mono Zero: ein Radierstift für ganz feine Linien. Radiert man mit der Kante des Stiftes, kann man sogar einzelne Haare herausradieren – vorausgesetzt, es wurde beim Zeichnen nicht zu doll aufgedrückt. Auch Rasterlinien an sensiblen Stellen lassen sich damit leicht radieren.
  5. Faber Castell Knetradierer: dieser Radierer ist speziell – für Korrekturen von Linien nicht zu empfehlen aber unheimlich hilfreich, wenn es beim Schattieren zu dunkel geworden ist. Man kann großflächig aufhellen ohne dass etwas verschmiert, man kann Effekte wie Wolkenstrukturen, Nebel oder Rauch erzielen. Den Radierer kann man so formen, wie man ihn gerade braucht: ganz spitz oder flach, etc.. Zum Reinigen knetet man den Radierer einfach durch. Ich mache mir meistens ein kleines Stückchen ab und forme es mir so, wie ich es gerade brauche. Auch hiermit kann man gut Highlights und Lichtreflexe in den Haaren setzen.
  6. Derwent E-Radierer: ein Batteriebetriebener Radierer. Ich benutze diesen Hauptsächlich, wenn ich meine Ränder weider glatt haben möchte oder wenn ich mich mal richtig verhauen habe und mit meinen anderen Radierern nicht mehr korrigieren kann.

 

Die Radierrückstände fegt man am besten mit einem Zeichenbesen weg:

 

Und zum Schluss noch eine Anmerkung: die Materialfrage ist immer eine ganz individuelle Sache, wenn man das für sich am besten geeignete Material finden möchte, hilft nichts anderes, als selber auszutesten. Dabei gilt es aber auch zu beachten, dass das zu Testende Material mit unterschiedlichen Medien (bei Radierern z.bsp. das Papier oder die verwendete Stiftart) verschieden zusammen wirkt 🙂

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