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Katrin's Zeichenblog

Ein Rotkardinal ensteht (Teil 2)

Fortsetzung von http://blog.kadportraits.de/?p=87

Ich fange mit dem Flügel des Vogels an und zeichne mir einzelne kurze Federn ein, die ich gleichmäßig und mit nur wenig Druck violett schraffiere. Die Kanten betone ich etwas, indem ich mehr aufdrücke. Mit einem hellen, kalten grau gehe ich nochmals über die Fläche drüber und verblende die Farbe mit etwas mehr Druck. Mit meinem Kadmiumrot arbeite ich etwas nach, da mir der Flügel noch zu violett erscheint.
Weiter geht es mit den längeren Federn – hier kommt auch mehr Abwechslung der Farben ins Spiel, weil die unteren Federn gräulich sind. Es ist eine sehr feine Detailarbeit und ich brauche einen sehr spitzen Stift dafür. Mein Spitzer reicht da nicht mehr aus und so nehme ich mein Schmirgelbrettchen

und schleife eine feine Kante in die Mine des Stiftes. Damit lassen sich nun auch sehr dünne Linien ziehen.

Wie auch schon bei den kurzen Federn, schraffiere ich gleichmäßig mit nur wenig Druck. Die Kanten der Federn werden mit etwas mehr Druck betont.
red_cardinal_004
Ich gehe mehrmals mit den unterschiedlichen Rot- und Grautönen übder die Federn drüber, bis ich die richtige Mischung erhalte. Die gleiche Vorgehensweise trifft dann auf die Schwanzfedern zu – auch hier brauche ich die scharfe Kante meines Stiftes.
Nach den Schwanzfedern widme ich mich nun dem Bauch – hier benutze ich zum Schraffieren die Fleischfarbe Mittel – wieder gleichmäßig mit nur wenig Druck.

red_cardinal_005

Mit einem spitzen weißen Stift zeichne ich mit sehr viel Druck vereinzelte „Federfransen“ ein, der Druck muss groß genug sein, damit der Stift regelrechte Rillen zieht. Wenn ich jetzt nochmals mit meinem fleischfarbenen Stift mit etwas mehr Druck drüber gehe, bleiben die Rillen hell – so setzen sich einzelne Federspitzen gut ab. Mit einem violettfarbenen Stift zeichne ich die Schatten unter dem Flügel und am Bein ein, mit einem scharlachroten Stift zeichne ich nochmals einzelne „Federfransen“ ein.
Nun widme ich mich den Beinchen, die ich mit einem dunklen, warmen Grau schattiere. Um die Übergänge weicher zu gestalten, nehme ich den hellen Warmgrau und gehe mit Druck nochmals drüber. Einzelne Fältchen betone ich mit dem dunklen Grau.
Viel bleibt nun nicht mehr übrig – nur der Zweig. Hierfür benutze ich ein dunkles und ein helles Warmgrau, ein dunkles Braun und ein helles Braun. Mit dem dunklen Grau fange ich meine Schattierung an, mit dem hellen Braun gehe ich mit wenig Druck nochmals drüber und verblende mit dem hellen Grau. Einzelne Poren zeichne ich mit dem dunklen Braun ein.
Am Schluss schaue ich mir die Zeichnung nochmals genau an und gehe hier und da mit den verschiedenen Farben drüber um bspw. Kanten zu verstärken oder Übergänge zu glätten.
redcardinal

Benutzte Materialien:

  • Fabriano Accadmeia Papier, 37cm x 25cm
  • Faber Castell Polychromos Farbstifte
  • Faber Castell Albrecht Dürer Aquarellfarbstifte
  • Zest-it
  • Wasser
  • Wattestäbchen
  • 2h Bleistift

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Updated: Juli 28, 2015 — 12:31
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