kadportraits

Katrin's Zeichenblog

Papiertest: Canson 1557 Papier, 180g/m² – Bleistift

Das Canson 1557 Papier ist ein reinweißer, säurefreier Zeichenkarton, der aus 100% Zellstoff besteht. Die Oberfläche hat eine leichte Körnung und ist kratz- und radierfest. Ideal geeignet ist das Papier laut Hersteller für Zeichnungen, Skizzen, Kohlestift und Pastell. In diesem Test wird es allerdings nur um das Zeichnen mit Bleistift gehen.

Benutzt wurden Faber Castell 9000 Bleistifte in den Härtegraden 4H, 2H, H, HB, B, 2B-8B, ein Faber Castell Pitt Graphit Pure 9B Stift und ein Cretacolor Nero soft Bleistift. Als Radierer kamen folgende zum Einsatz: Staedtler Mars Plastik, Faber Castell Perfection (rot und weiß) und ein Mono Zero von Tombow.

 

Auf der folgenden Übersicht seht ihr die Farbabstufungen der unterschiedlichen Härtegrade: F, 4H, 2H, H, HB, B, 2B, 3B, 4B, 5B, 6B, 7B, 8B, 9B, Nero soft.

canson-1557_tonwerte

In der ersten Reihe der jeweiligen Härtegrade seht ihr die pure Schraffur in mehreren Schichten aufgetragen. Die erste Schicht wurde mit minimalsten Druck aufgetragen, die zweite Schicht mit etwas mehr Druck, der nach rechts hin nachlässt, die dritte Schicht mit hohem Druck, der nach rechts hin nachläasst.

Die zweite Reihe der jeweiligen Härtegrade ist mit dem selben Prinzip entstanden, zusätzlich wurde das Graphit mit einem Taschentuch verwischt.

in der dritten Reihe der jeweiligen Härtegrade habe ich mit meinem Mono Zero Radierstift gearbeitet, um euch einen Eindruck zu verschaffen, wie gut oder schlecht sich radieren lässt.

Im nächsten Bild habe ich eine Fläche mit dem Nero ganz leicht schraffiert, um euch die Struktur des Papiers zu zeigen:
canson-1557_struktur
Das Papier hat eine leichte Körnung, die Struktur kommt sehr gut durch, wenn man den Stift ganz flach auf das Papier legt und mit minimalsten Druck schummert. Mit den härteren Graden ist die Struktur nicht so deutlich sichtbar. Arbeitet man in Schichten von hell (hart) zu dunkel (weich), wird man weiche und Übergänge erzielen können, die Struktur des Papiers wird aber immer ein wenig durchkommen:

canson-1557_verlauf

Das Papier ist gut für das Arbeiten in Schichten geeignet, arbeitet man jedoch lieber nur mit einem weichen Stift, kann man die Struktur des Papiers für schöne Effekte nutzen.

Für die Rasterzeichner ist der folgende Test interessant. Hier habe ich vor der Schraffur ein Raster aufgezeichnet und wieder wegradiert. Mir ist es schon einige Male passiert, dass ich unsichtbare Radierrückstände zurückgeblieben sind, die sich bei der Schraffur bemerkbar gemacht haben und man so das Raster hat durchschimmern sehen. Auch bei diesem Papier kann man ganz leicht die Radierspuren sehen, wenn man mit Wischtechnik arbeitet:

canson-1557_raster
Links seht ihr die pure Schraffur, rechts ist die Schraffur mit einem Taschentuch verwischt worden. Für das Raster habe ich einen HB Bleistift benutzt, zum wegradieren meinen Mono Zero Radierstift. Die Radierrückstände habe ich vor dem Schraffieren mit einem Zeichenbesen weggefegt.

Möchte man einmal blonde Bartstoppeln oder vereinzelte blonde Haare zeichnen, steht man vor einem Problem: wie lasse ich so feine Linien frei? Es gibt die Möglichkeit mit einer Radiererkante solche Linien auszuradieren, nur meistens bleibt das dann nicht fein genug. Eine andere Möglichkeit ist, um die Linien herumzumalen – das ist allerdings sehr zeitintensiv und bedarf einiger Übung, um solche Linien fließend wirken zu lassen. Eine schnellere Möglichkeit wäre, die feinen Linien mit einem spitzen Gegenstand wie Beispielsweise einer Stricknadel in das Papier zu pressen. Schraffiert man nun darüber, bleiben diese Linien frei. Nicht jedes Papier macht diese Prozedur mit, bei dem Canson 1557 kann man das aber ohne Bedenken machen, allerdings ist der Effekt nicht so deutlich, wie auf glatterem Papier:
canson-1557_strick
Das erste Wort habe ich auf die leere Fläche mit einem Blenderstift geschrieben, indem ich sehr fest aufgedrückt habe. Das zweite Wort ist mit einer Stricknadel entstanden und die kurzen Striche darunter auch mit einer Stricknadel. Ich habe danach mit einem HB darüber die Schraffur gesetzt und mit einem Taschentuch verwischt (das verstärkt den Effekt nochmal). Damit man es noch deutlicher sieht, bin ich mit einem 3B Bleistift nochmals drüber gegangen und habe wieder mit dem Taschentuch verwischt.

Als letzten Test habe ich meine Radierstifte ausprobiert:

canson-1557_radierer

Mit einem HB Bleistift habe ich zuerst eine Fläche schraffiert. Links seht ihr die pure Schraffur, rechts wurde es mit einem Taschentuch verwischt. Ich habe dann mit meinen Radierstiften radiert und bin über die radierten Stellen wieder mit einem HB Bleistift drüber gegangen – links unverwischt, rechts wieder verwischt.
Zuerst seht ihr den Mars Plastik Radierstift von Staedler, als nächstes den Perfection Radierer von Faber Castell rot, dahinter den Weißen. Beim Weißen kann man erkennen, dass das Papier durch das Radieren Schaden nimmt, der bei der Schraffur deutlich sichtbar wird. Als letzter Radierer ist der Mono Zero zum Einsatz gekommen.

Hier ist eine Zeichnung, die auf A4 Canson 1557 Papier entstanden ist:
sarah chalke 01

Weitere Papiertests:
Canson Bristol Papier, 250 g/m² – Bleistift
Fabriano Accademia Papier, 200g/m² – Bleistift

Ich freue mich über einen freiwilligen Sponsorbeitrag

Soziale Netzwerke

Finde mich auf:

2 Comments

Add a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

kadportraits © 2015 Frontier Theme